Der Zauber einer Fast-Vollmondnacht

Gestern Abend waren wir noch einmal unterwegs. Über dem Meer stand ein fast voller Mond am Himmel. Noch nicht sehr hoch und daher leuchtend orange und sehr groß. Das Meer glitzerte im Mondlicht und viele Menschen blieben stehen, um ein Foto zu machen.

Auch mich hat es berührt. Ich stand da und bewunderte diese stille Schönheit, die mich in diesem Augenblick komplett verzauberte. Und plötzlich hatte ich wieder eines meiner damaligen Lieblingslieder im Kopf:

„Mondlicht. Schau hinauf in das Mondlicht. Geh ins Land der Erinn’rung. Auf der mondhellen Bahn.“

Das Musical Cats hatte ich als Teenager geliebt. Und vor meinem Auge tauchten Bilder auf. Bilder, in den ich träumend und voller Hoffnung in den Nachthimmel blickte. Wie ich nach dem Tod meiner Oma nach Sternschnuppen suchte. Oder wie ich als 17-Jährige in Antibes nachts am Meer stand und mir versprochen hatte, dass ich einmal dort leben werde. Erinnerungen aus einer längst vergangenen Zeit.

Auch wenn das alles Jahre her ist, bin ich noch immer die Träumerin von damals geblieben. Bin noch immer der Mensch, der sich von einer Fast-Vollmondnacht bis ins Innerste berühren lässt.

Und dafür bin ich sehr dankbar.

Wenn bei Ihnen zufällig heute eine klare Nacht sein sollte, schauen Sie auch einmal hinauf in den Himmel und lassen sich berühren. Und vielleicht sehen Sie sogar eine Sternschnuppe, wer weiß.

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