Veränderung wächst erst einmal im Verborgenen

„Willst du da wirklich noch Energie reinstecken? Du hast es doch versucht, und es klappt nicht. Vielleicht solltest du es bleiben lassen.“

Mein Saboteur will mich mal wieder vor Enttäuschung bewahren. Er will nur mein Bestes. Das musss ich mir immer wieder einreden, um ihn nicht den Hals umzudrehen (naja, würde sowieso nicht klappen, er existiert ja schließlich nur in meinem Kopf und meinen eigenen Hals umdrehen will ich natürlich nicht.)

Früher habe ich ihm so oft nachgegeben. Habe mich entmutigen lassen und nicht mehr an meinen Erfolg geglaubt.

Aber mittlerweile ist das anders. „Weißt du“, sage ich zu meinem Saboteur, „das dauert halt seine Zeit. Das ist ein bisschen wie wenn ich etwas ausgesät habe: am Anfang sehe ich überhaupt nicht, ob sich in der Erde etwas tut. Ich muss darauf vertrauen, dass der Keim nicht abgestorben ist und kräftig weiter düngen und regelmäßig gießen. Aber irgendwann sehe ich plötzlich, wie der Keimling durch den Boden bricht und dann kann ich jeden Tag zusehen, wie er größer wird. „

Geben Sie nicht auf, wenn Sie etwas Neues ausprobieren. Sie sind vielleicht noch in der Phase, wo sich die Veränderungen noch unterirdisch (und unterbewusst) entwickeln. Hören Sie nicht entmutigt viel zu früh auf, wenn Sie in den ersten Wochen noch keine Verbesserung erkennen können, sondern bleiben Sie dran. Irgendwann (und das ist von Person zu Person sehr unterschiedlich) werden Sie auch plötzlich die ersten bewussten Veränderungen bemerken. Und dann können Sie jeden Tag sehen, was sich verändert.

Haben Sie Vertrauen in sich. Sie tragen den Samen zur Veränderung schon in sich. Hegen und pflegen Sie ihn gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.