Die eigene Motivation klären

Selbstsabotage entsteht dann, wenn Sie zwar eigentlich ein bestimmtes Ziel erreichen will, aber es auch Gründe gibt, die eher dagegen sprechen. Dies können tatsächliche, reale Gründe sein, z.B. eine finanzielle Verschlechterung. Aber auch Befürchtungen, was sich alles verändern könnte, halten uns von unseren Projekten ab.

Wenn Sie wissen möchten, warum Ihr innerer Saboteur Sie blockiert, lohnt es sich, herauszufinden, welche Folgen Ihr Projekt haben könnte und welche negativen Erwartungen damit verbunden sind. Mehr dazu, unter anderem auch die unten kurz beschriebenen Techniken, finden Sie auch in meinem Buch.

 

 

 

 

Pro-Kontra-Liste:

Diese Liste wird in der kognitiven Verhaltenstherapie gerne verwendet, um sich des eigenen Zwiespalts bewusst zu werden und eine Entscheidung treffen zu können.

Neben Sie dazu ein Blatt Papier und teilen es längs in zwei Hälften. In die linke Spalte schreiben Sie „Pro“, in die rechte „Kontra“.

Nun listen Sie in den jeweiligen Spalten alles auf, was dafür, bzw dagegen spricht. Unterscheiden Sie dabei nicht zwischen realen und eingebildeten Konsequenzen, sondern schreiben ungefiltert alles auf, was Ihnen in den Kopf kommt.

Solch eine Auflistung macht Ihnen deutlich, an welchen Faktoren Sie arbeiten können, um innere Widerstände zu beseitigen. Auch hilft Sie Ihnen, mehr Klarheit zu erlangen.

 

Pro-Kontra-Liste als Druckvorlage

Und-dann-Technik:

Diese sehr einfache Technik hilft Ihnen, Befürchtungen konkreter werden zu lassen. Meistens haben wir nur vage Annahmen im Kopf, ohne diese zu Ende zu denken. Z.B. Wenn ich erfolgreich werde, dann könnte es sein, dass mich andere nicht mehr leiden. Wenn Sie diese Annahmen hinterfragen, wird Ihnen bewusster, was Sie eigentlich befürchten. Oder Sie werden feststellen, dass Sie mit der Konsequenz ganz gut leben können.

Beantworten Sie dazu (am besten schriftlich) einfach folgende Frage: Was wird passieren, wenn ich … erreiche?

Fragen Sie anschließend „und dann?“ und antworten Sie spontan. Dann fragen Sie weiter „und dann?“. Solange, bis Sie das Gefühl bekommen, dass diese Frage nun abschließend geklärt ist.