Test: Welche Denkfehler machen mir das Leben schwer?

Oft stehen wir uns mit unseren Gedanken selbst im Weg. Wir interpretieren bestimmte Ereignisse falsch und machen uns dadurch viel zu viel Druck. Gibt es auch bei Ihnen solche Denkfehler? – Testen Sie’s hier!

Nicht die Geschehnisse sind es, die problematisch sind, sondern wie wir über darüber denken. In diesem Artikel habe ich mehr zu den klassischen Denkfehlern nach Beck (einem der Begründer der kognitiven Verhaltenstherapie) geschrieben. Jetzt geht es darum, herauszufinden, ob auch Sie Opfer Ihrer Denkweise sind.

Und so geht’s

Der Test ist nicht schwer und geht ganz schnell. Lesen Sie sich einfach die folgenden Aussagen durch und kreuzen Sie diejenigen an, bei denen Sie sich wiedererkennen. Zählen Sie anschließend zusammen, wie oft Sie A, B, C oder D angekreuzt haben. Je häufiger eine Kategorie angekreuzt wurde, desto wahrscheinlicher trifft der entsprechende Denkfehler auch auf Sie zu.

A Ich muss alles möglichst perfekt machen

A Wenn ich das jetzt nicht hinbekomme, dann werde ich es nie schaffen

C Verhält sich ein Mensch anders, als ich erwartet habe, frage ich mich, ob er mich nicht mehr leiden kann

B Ich mache mir oft Gedanken, was kleine Gesten, Mails oder kurze Nachrichten bedeuten könnten und versuche, daraus Vorhersagen zu treffen

D Anderen verzeihe ich kleine Fehler, mir selbst aber nicht

D Wenn andere mich um Hilfe fragen, so gewähre ich Ihnen diese gerne. Ich selbst aber würde niemals um Hilfe bitten, um andere nicht zu belästigen

B Ich interpretiere bestimmte Ereignise oft als ersten Hinweis darauf, dass meine Befürchtungen bald eintreffen werden

C Wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich gehofft habe, muss es an mir liegen

B Ich ziehe oft zu schnell meine Schlussfolgerungen

A Ich muss von allen gemocht werden

A Ich muss immer Höchstleistungen bringen

C Wenn Fehler geschehen, fühle ich mich direkt verantwortlich und überlege, was ich falsch gemacht habe

D Anderen gestehe ich Dinge zu, die ich mir selbst nie erlauben würde

D Zu anderen bin ich großzügig, mir selbst gegenüber gönne ich aber nichts

B In bestimmten Situationen urteile ich nicht rational, sondern emotional

C Ich beziehe alles immer schnell auf mich

Und das bedeuten die einzelnen Kategorien

A steht für Alles oder Nichts-Denken

Wenn Sie häufig A angekreuzt haben, neigen Sie dazu, in Extremen zu denken. Jetzt oder nie. Gut oder schlecht. Alles oder Nichts. Dadurch machen Sie sich selbst oft viel zu viel Druck.

Mein Tipp: Achten Sie auf die Schlüsselwörter „immer“ „nie“ „jeder“ „keiner“. Gedanken, die diese Schlüsselwörter enthalten, sollten Sie auf jeden Fall hinterfragen.

Machen Sie sich zudem immer wieder deutlich, dass das Leben nicht nur aus Schwarz oder Weiß besteht.

B beschreibt willkürliche Schlussfolgerungen

Alle Aussagen, die mit B gekennzeichnet sind, weisen auf willkürliche Schlussfolgerungen hin. Wenn Sie auch dazu neigen, so sollten Sie sich immer überlegen, ob Ihre argumentative Beweisführung auch von anderen so gesehen wird.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten vor einem Gericht argumentieren. Würden der Richter oder der Anwalt der Gegenseite Ihre Schlussfolgerungen so akzeptieren oder würde man diese eher in der Luft zerreißen, da Sie außer Ihrer Erfahrung und Ihrer Gefühlslage keine richtigen Beweise dafür haben?

Denken Sie auch immer daran, dass unsere Gefühle trügen können. Wir merken uns meist nur die Situationen, in der unser Gefühl gestimmt hat. Daher denken wir dann, dass wir uns auf unsere Intuition verlassen können. Dies ist aber falsch!

C bedeutet Personalisierung

Aussagen mit C beschreiben einen Menschen, der zu viel auf sich bezieht. Dahinter steckt oft die Angst, durch ein falsches Verhalten nicht mehr gemocht zu werden oder Probleme zu bekommen.

Sollten Sie auch dazu gehören, so fragen Sie sich am besten „Würde ich das auch so sehen, wenn ein anderer an meiner Stelle gewesen wäre?“ „Muss das mit mir zu tun haben oder gibt es auch andere Erklärungen dafür?“

D steht für Doppelte Standards

Die Kategorie D beschreibt die Denkweise von Menschen, die mit sich selbst viel kritischer umgehen als mit anderen. Dahinter steckt ebenfalls die Angst, nicht gemocht zu werden, wenn man sich nicht korrekt verhält.

Wenn Sie mehrmals D angekreuzt haben, so sollten Sie sich immer wieder fragen: „Wie würde ich die Sache bei anderen beurteilen? Würde ich das auch so unverzeihlich finden?“

Versuchen Sie, sich genauso zu behandeln, wie Sie andere behandeln würden.

Und noch ein Tipp zum Abschluss, den ich nicht oft genug geben kann: Glauben Sie nicht alles, was Sie denken!

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