So wird aus einem vagen Traum ein gangbarer Weg

Beitragsbild: So wird aus einem vagen Traum ein gangbarer Weg

Können Sie sich noch an Ihre Jugendzeit erinnern? Vielleicht haben auch Sie voller Träume gesteckt, wer Sie einmal werden möchten, was Sie tun und besitzen wollen.

Meist sieht das Leben dann ganz anders aus. Die Träume wandern in irgendeine Schublade und wenn sie einmal wieder zum Vorschein kommen, dann nur mit dem leicht bitteren Beigeschmack der Desillusionierung.

Viele Menschen trauen sich schon gar nicht mehr, Lebenspläne zu entwickeln. „Was soll ich da noch planen?“ schimpfte einmal ein frustrierter Mittfünfziger. „Es kam doch sowieso immer wieder anders. Ich möchte nicht wieder enttäuscht werden.“

Die Gefahr der unerfüllten Träume

Dass Träume wichtig sind, um nicht in die Selbstsabotage zu fallen, darüber habe ich schon geschrieben. (Den Artikel können Sie hier nachlesen) Aber auch wenn Sie Träume und klare Vorstellungen von Ihrem Leben haben, kann Ihr Saboteur zuschlagen. Dann nämlich, wenn die Träume lange unerfüllt bleiben.

Denn je mehr Sie träumen, aber keinen Schritt unternehmen, um diese Vorstellungen in die Tat umzusetzen, beginnen Sie (und mit Ihnen auch Ihr kleiner Saboteur) an dem Erfolg Ihres Traums zu zweifeln.

Um einen Misserfolg und eine herbe Enttäuschung zu vermeiden, wird er dann alles unternehmen um zu verhindern, dass Sie Ihre Pläne verwirklichen.

Lassen Sie uns also schauen, was Sie tun können, um aus Ihren vagen Wunschvorstellungen einen gangbaren Weg zum Ziel zu machen.

1 ) Klären Sie, was Sie brauchen, um Ihr Ziel zu erreichen

Ganz viele Pläne scheitern daran, dass wir unsere Vorstellung von eine guten Leben für unrealistisch halten.
So wie Martin, der davon träumte, einmal einen Porsche zu besitzen. Viel zu teuer! Als er aber ernsthaft zu recherchieren begann, wieviel ein gebrauchter Porsche kostet, wurde ihm bewusst, dass sein Autotraum durchaus im Bereich des Möglichen war.

Beginnen Sie daher zunächst damit, sich zu fragen, was Sie benötigen, um sich Ihren Traum zu erfüllen. Fragen Sie sich:

  • Was brauche ich an Wissen und Kenntnissen?
  • Was brauche ich an Geld/ materiellen Ressourcen
  • Welche Fähigkeiten brauche ich dafür?
  • Welche Personen müssten mich unterstützen?
  • Was müsste ich sonst noch dafür tun?

2. Legen Sie sich einen Plan, wie Sie die notwendigen Bedingungen schaffen können

Jetzt wird es langsam konkreter. Aus einer Wunschvorstellung wird ein Plan.
Denn wenn Sie erst einmal wirklich verinnerlicht haben, dass Ihr Traum erreichbar sein könnte und wie Sie ihn erreichen können, werden Sie sich überzeugen können, darauf hinzuarbeiten.

Motivation entsteht nämlich nur dann, wenn wir an unseren Erfolg glauben können.

Martin zum Beispiel hatte herausgefunden, dass er einen gebrauchten Porsche ab ca. 30.000 Euro bekommen konnte. Er rechnete sich aus, dass er monatlich 500 Euro zurücklegen müsste, um in 5 Jahren seinen Traum wahr machen zu können. Das war für ihn realistisch und bereits beim Gedanken daran, sprudelte er über vor Begeisterung.

Wie sieht nun Ihr Plan aus?

  • Wie können Sie das nötige Wissen erwerben? (Schulungen, Kurse, Recherchen im Internet, Mentoren suchen)
  • Wie lange bräuchten Sie, um die nötigen Fähigkeiten zu haben? Was können Sie jeden Tag/jede Woche dafür tun?
  • Wie kommen Sie an die materiellen Ressourcen? Wieviel brauchen Sie? Wieviel müssten Sie monatlich einsparen, um dieses Summe zu erhalten? Wie lange müssten Sie sparen?
  • Welche Personen könnten Sie unterstützen? Wo finden Sie diese Personen? Wie genau sollte diese Unterstützung aussehen?
  • Wieviel Zeit pro Tag/pro Woche können Sie für die Realisierung Ihres Traums aufwenden?

Vorsicht Falle! Das hier sind die häufigsten Fehler in der Planung:

Zu viele Vorhaben auf einmal

Verzetteln Sie sich nicht! Wenn Sie zum Beispiel auswandern wollen und täglich 50 Vokabeln, 1 Stunde Recherchearbeit über das dortige Sozialversicherungssystem, einmal die Woche einen Tag für die Arbeitssuche und pro Monat 4 Bewerbungen im Ausland verschicken wollen, so werden Sie vermutlich schon beim Durchlesen Ihrer Vorhaben todmüde. Wenn Sie überhaupt damit anfangen, so werden Sie das nicht durchhalten können. Es wird immer eine der aufgaben auf der Strecke bleiben. Machen Sie es daher wie in einem Marathon. Den beginnen Sie nicht mit einem Sprint, sondern Sie starten mit einem Tempo, das Sie über die gesamte Stecke auch durchhalten können.

Zu große Schritte

Wenn Sie sich zu sehr in Ihrem Leben einschränken müssen, halten Sie nicht durch. Auch hier gilt: Nicht sprinten, sonst halten Sie den Zielerreichungs-Marathon nicht durch.

Zu vage Vereinbarungen

Mehr Sport treiben ist keine klare Aufgabe. Selbst wenn Sie nur einen Liegestütze mehr pro Tag machen, hätten Sie die Aufgabe schon erfüllt. Aber vermutlich wären Sie damit nicht zufrieden. Also definieren Sie sehr klar, was Sie tun wollen.

Zu lange Planung

Je länger ein Ziel noch entfernt ist, desto größer die Gefahr, dass wir unterwegs aufgeben. Die Zugkraft zu unserem Traum fehlt dann. Ein Ziel sollte möglichst innerhalb von 5 Jahren erreichbar sein.
Natürlich gibt es Ziele, die Sie vielleicht erst nach der Rente, oder wenn die Kinder groß sind, umsetzen können. Oder ein Ziel ist wirklich so gigantisch, dass es über zehn Jahre braucht, um es zu erreichen. Dann aber sollten Sie sich Zwischenziele setzen und immer das nächste Zwischenziel anstreben.

3. Suchen Sie frühzeitig Verstärkung

Ganz oft bleiben wir Einzelkämpfer. Bei einem nicht sehr komplexen Ziel wie dem Kauf eines Porsches kann das auch ok sein. Aber wenn Sie zum Beispiel eine berufliche Veränderung anstreben, werden Sie mit sehr komplexen Fragestellungen konfrontiert werden. Vieles davon können Sie vielleicht auch noch gar nicht wissen.

Machen Sie daher nicht den Fehler, das ganze Unterfangen alleine wuppen zu wollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es im Team nicht nur leichter ist, dranzubleiben. Oft lassen sich auch viele Anfängerfehler vermeiden, weil irgendjemand Sie schon vor ihnen gemacht hat und Sie von dessen Erfahrung profitieren können.

Ich weiß, es ist oft eine ziemliche Überwindung, seine Pläne öffentlich zu machen. Die Gefahr ist ja auch da, dass jemand diese Träume mit einer lapidaren Bemerkung kaputtschlägt. Aber ich möchte Ihnen trotzdem Mut machen, diesen Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen.

Wenn Sie die richtige Verstärkung suchen, nämlich Menschen, die ähnliche Ziele haben und ungefähr auf dem gleichen Entwicklungsstand sind wie Sie, können Sie wirklich sehr viel Nutzen darauf ziehen.

Wie finde ich solche Menschen?

Vor dieser Frage stand ich auch. Mir hat das Internet dabei sehr geholfen. Die sozialen Medien mögen viel Nachteile haben. Aber Sie haben auch Vorteile: Noch nie konnten Sie so leicht Menschen finden, die ähnliche Interessen haben wie Sie.

Ob nun auf Xing, Facebook, oder in einem Forum: Es gibt diese Menschen und vermutlich gibt es irgendwo in der großen weiten Welt bereits eine bestehende Gruppe, die für Sie und Ihre Interessen passt.

Und wenn Sie lieber offline unterwegs sind: Auch hier gibt es passende Gruppen. Ob nun zum Beispiel Existenzgründer-Treffen für Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, oder Weiterbildungen zu Ihrem Thema, wo Sie Gleichgesinnte treffen können, Vortrags-Abende und so weiter.

Am besten, Sie erzählen vielen Menschen, womit Sie sich gerade beschäftigen. Denn dadurch haben Sie die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden.

4. Verpflichten Sie sich

Eine Bemerkung vorab: Dieser Tipp hilft nicht jedem. Ich kenne Menschen, die schreiend davon laufen, oder sofort bockig werden, wenn Sie nur das Wort Verpflichtung hören. Sollten sie zu diesen gehören, dann überlesen Sie das Folgende einfach.

Den meisten Menschen aber hilft es, sich festzulegen und ein sogenanntes Commitment einzugehen. Vereinbaren Sie also mit sich schriftlich, was Sie bereit sind zu investieren.

Legen Sie solche Selbstverpflichtungen aber möglichst nur über einen überschaubaren Zeitraum fest, so dass sie Ihr Kommitment anpassen können, wenn Sie das Leben gerade mal wieder von rechts überholt. Ein Monat ist ein guter Zeitraum für eine Selbstverpflichtung. Nach einem Monat prüfen Sie, was Sie geschafft haben und legen dann wieder neue Vereinbarungen fest.

Auch hier sind Gruppen ideal geeignet, denn hier können Sie Ihre Vorsätze mitteilen und sich Verstärkung und Motivation holen, wenn es mal gerade schwer fällt, dran zu bleiben.

5. Belohnen Sie sich!

Der letzte Punkt wird ganz häufig übersehen, ist aber ungemein wichtig. Wir machen oft den Fehler, dass wir uns nach einem erreichten Zwischensieg sofort auf die nächste Schlacht konzentrieren. Sehr ehrbar, aber völlig falsch.

Sie werden viel eher durchhalten, wenn Sie sich immer wieder für Ihre Leistung und Ihre Mühen belohnen. Legen Sie daher kleine Etappenziele fest und feiern Sie diese auch.

Belohnen Sie sich auf jeden Fall für Ihre Mühe, nicht für den Erfolg. Wenn es Ihnen zum Beispiel schwer gefallen ist, eine Bewerbung zu verschicken, dann feiern Sie, wenn Sie es dann doch geschafft haben. Selbst, wenn eine Absage kommt. Nicht das Ergebnis, sondern Ihr Einsatz zählt.

Das sind also meine Tipps wie Sie den Weg zu Ihrem Traum konkret planen und ihn Schritt für Schritt wahr machen können. Das oben beschriebene Vorgehen hat mir geholfen, meinen Weg zu gehen. Ich wünsche Ihnen, dass diese Tipps bei Ihnen genau so gut wirken wie bei mir.

Und wenn es Fragen geben sollte, schreiben Sie mir!

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