„Willst du Mutmacher sein?“ fragt Sandra Liane Braun auf ihrer Website. Sie sucht Menschen, die ihre Lebensgeschichte erzählen und andere dazu inspirieren, ihre Träume zu verwirklichen. Klar, dass ich bei ihrer Blogparade dabei sein will. Und welches Medium eignet sich dazu besser, als meine Mutmachgeschichten?!

Mein kleiner innerer Kritiker merkt zwar an, dass ich schon sehr oft meine Lebensgeschichte erzählt habe, und die Leser meiner Website sie nun bestimmt bald auswendig aufsagen können, aber ich finde, gute Geschichten kann man ruhig auch mehrmals erzählen. So lange, bis sie andere mitreißt, und dazu veranlasst, sich auf den Weg zu machen, auf der Suche nach sich selbst.

Hier kommt sie also, die Geschichte meines Lebens:

Eigentlich war mein Leben perfekt. Ich hatte einen gutbezahlten Job als Ärztin in einer Uniklinik, die Anerkennung meines Chefs und meiner Kollegen, tolle Patienten, die mein Leben bereicherten, eine liebevolle Partnerschaft, eine schöne Wohnung und nette Freundschaften. Aber irgend etwas fehlte. Ich wurde zunehmend unzufrieden, suchte das, was isch aber nicht greifen konnte. Zuerst dachte ich, dass ich die Lücke füllen könnte, wenn ich Mutter werde. Mein Körper war aber anderer Meinung und ich wurde nicht schwanger. Ich suchte weiter, stürzte mich in die Arbeit, schrieb Dankbarkeitstagebuch, nahm das wahr, was mein Leben bereicherte. Die leise Unzufriedenheit blieb.

 

Bis wir dann im Juni 2015 alle zusammen noch einmal Urlaub machten. Als große Familie mit meinen Eltern, meinen Geschwistern, meinem Schwager und meinem Mann. Es ging nach Antibes, der Stadt, in der wir in meiner Jugend sehr häufig die Sommerferien verbrachten.

Dort fand ich ihn wieder: meinen uralten Traum

Plötzlich war mir wieder bewusst, wie sehr ich als Jugendliche diesen Ort geliebt hatte und mir geschworen hatte, irgendwann einmal dort zu leben. Ich hatte wieder die Musik von damals im Ohr: Sun of Jamaica. Dieses Lied hatte ich damals rauf und runter gehört und eine Liedzeile immer mitgesprochen „ In that fatefull night, I swore to myself: I will … save up every dime. And one day I`ll return, come back home to you and then I’ll stay forever. Forever“ Diese Sätze waren für mich wie ein kindlicher Schwur, an den ich nun wieder erinnert wurde: Ich will zurückkommen. Ich will in dieser Stadt leben, die ich als Kind so sehr geliebt hatte.

Wenn man seine innere Sehnsucht gefunden hat, fällt alles plötzlich an seinen richtigen Platz, Puzzleteile ordnen sich fast wie von allein und der Weg ist klar.

 

Ich steckte meinen Mann mit meiner Begeisterung an, begann, wieder französisch zu lernen, bildete Rücklagen für die Übergangszeit, plante meine berufliche Entwicklung. Es war eine anstrengende und volle Zeit, aber ich wusste, wo ich hinwollte: Nach Südfrankreich. Dorthin, wo mein Herz auf mich wartet.

Im April 2019 war es dann soweit: es ging los. Überglücklich saß ich im Flieger und beim Landeanflug hatte ich Tränen in den Augen. Wir fanden innerhalb von 6 Wochen eine möblierte Wohnung, die wir mieten konnten, ich gründete im Juli mein Microentreprise und …

Jeden Morgen wenn ich aufwachte und die Möwen lachen hörte, wenn ich das Meer vom Fenster aus glitzern sah, die warme, feuchte Meeresluft einatmete, war ich einfach glücklich.

Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage?

An dieser Stelle könnte meine Geschichte enden, aber es gibt noch ein neues Kapitel: Mein Mann genoss die Schönheit der Côte d’Azur, aber er fühlte sich immer fremd. Durch Corona wurde ihm klar: er wollte wieder seinen Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Musste ich meinen Traum aufgeben? Mich zwischen Antibes und ihm entscheiden?

Ich wollte natürlich weder das eine noch das andere aufgeben. Und so entstand ein neuer Plan. Ein Leben in Deutschland UND in Frankreich. Das Beste aus beiden Ländern vereinen: Französische Leichtigkeit und deutsche Zuverlässigkeit, Croissants und Spätzle, Pinien und deutscher Mischwald, Meer und Main, französische und deutsche Bürokratie – ähm… letzteres vielleicht nicht unbedingt.

Und wieder begann, sich alles zu sortieren, Türen zu öffnen und Wege zu zeigen. Wir fanden eine richtig schnuckelige Wohnung an der Côte d’Azur, für die unser Budget reichte.

Mittlerweile sind wir erst einmal wieder in Deutschland und werden dort die Zeit überbrücken, bis sich die Pandemie etwas legt. Dann aber geht es wieder zurück in mein geliebtes Land.

Und wenn ich oder mein Mann Sehnsucht nach Deutschland haben, dann wechseln wir. Hin und her. Heimat in zwei Welten.

Wenn ein Traum zu Ende geht, heißt das, dass er noch nicht ganz zu uns gepasst hat. Suche weiter, bis du das Leben findest, das noch besser dir und deinen Bedürfnissen entspricht.

 

Wenn du diese Geschichte bis zum Ende gelesen hast, dann gratuliere ich dir zu deinem Durchhaltevermögen. 😉 Denn das brauchst du, um deine Träume wahr zu machen.

Hör nicht auf, an deine Träume zu glauben. Nimm dir an mir ein Beispiel, dass es immer Wege gibt, selbst wenn meiner ein anderer war, als ich ursprünglich dachte.

Und: Wenn du erst einmal weißt, was du wirklich willst, dann ergeben alle Dinge plötzlich einen Sinn.

Ich helfe dir gern dabei, herauszufinden, was dein passendes Leben ist und deine Sehnsüchte zu erfüllen. Weil ich es liebe, wenn Träume in Erfüllung.

 

 

Welche Träume hast du noch in dir, die gelebt werden wollen? Und welche hast du schon verwirklicht? Ich freu mich, wenn du darüber in den Kommentaren erzählst und uns an der Geschichte DEINES Lebens teilhaben lässt.

 

Dieser Text entstand im Rahmen der Blogparade von Sandra Liane Braun. Sandra ist Coaching und Gedankensortiererin, wenn du sagst, „Ich kann nicht mehr!“. Mit ihrer Blogparade will sie Mut machen, das Leben zu leben, das zu dir passt.  

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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