Was für ein Jahr! Im Jahresrückblick 2020 finde ich Millionärsgefühle, atemberaubendes Glück, bittere Tränen.

Geplatzte Träume, Umzüge, Lockdowns.

Interview-Anfragen, Online-Kongresse, wachsende Kundenanfragen.

Ein Jahr, das locker für zwei gereicht hätte. Und daher ist mein Jahresrückblick sicher die längste Mutmach-Geschichte, die ich bisher geschreiben habe.

Also steigen Sie ein, schnallen Sie sich an und gehen Sie mit mir auf die Reise durch ein wirklich verrücktes Jahr.

Wünsche werden wahr

Noch gut erinnere ich mich an den 01. Januar 2020. Es war das erste Mal, dass ich am schönsten Ort der Welt das neue Jahr begonnen hatte. Am Silvesterabend waren wir noch lange auf der Terrasse gesessen, haben Himmelslaternen zugeschaut, die in den Himmel gestartet sind, haben mit Sekt angestoßen und uns gewundert, dass es so gut wie kein Feuerwerk zu sehen gab – dafür war für den Neujahrs-Abend ein Feuerwerk geplant.

Ich setzte mich am Neujahrsmorgen auf die Terrasse, eingekuschelt in eine Decke und habe vor mich hingeträumt. Was wird das neue Jahr bringen? Werden wir in Südfrankreich bleiben, oder will mein Mann doch wieder zurück nach Deutschland? Wie wird sich mein noch ganz junges Online-Business über das Jahr entwickeln? Welche Herausforderungen werde ich zu meistern haben? Ich wusste es nicht, aber ich wusste: es wird ein ganz besonderes Jahr.

Wie recht ich dabei hatte 😉

 

 

 

Silvesterabend in Antibes. Das neue Jahr kann kommen.

Mein Jahresmotto, das mich durch das Jahr 2020 begleiten sollte, war „Wünsche werden wahr“.

Ich wollte weniger planen, sondern mit meinen Wünschen im Herzen und offenen Armen und Augen die Chancen ergreifen, die sich mir im Lauf des Jahres darbieten würden. Nun, da ich am Ende von 2020 auf das Jahr zurückblicke, kann ich erkennen, wie passend dieses Motto war.

Meine Pläne hätte ich bei den ganzen Entwicklungen von 2020 nie und nimmer umsetzen können, aber meine Wünsche haben mich dennoch begleitet und sind nach und nach in Erfüllung gegangen.

Ein zweites Buch? Das Ringen um eine gute Idee – Januar 2020

 

Einer meiner großen Wünsche war, ein zweites Buch zu schreiben. Meine Lektorin hatte bereits signalisiert, dass der Verlag an einem weiteren Buch interessiert wäre. Doch worüber schreiben?

Viel zu viele Ideen in meinem Kopf. Und ein enorm lauter Kritiker, der bei jeder Idee motzte „Gibt es schon!“ „Laaaangweilig“ „Wer will das denn lesen?“

Endlich hatte ich mich mit mir selbst geeinigt: Es sollte ein Buch über das Hochstapler-Syndrom werden. Zum einen, weil ich selbst diese Gefühle nur zu gut kenne und immer wieder damit umgehen muss, zum anderen, weil ich denke, dass dieses Thema so viele betrifft und es kaum Bücher gibt, die einen Ausweg aufzeigen.

Meine Lektorin war auch sehr zufrieden mit dem Thema. Allerdings hatte sie ein paar Anregungen, wie sich das Buch vom anderen unterscheiden sollte.

Die Ideen gingen hin und her. Leseprobe nochmal schreiben, Exposé nachbessern. Schließlich im März hielt ich dann den neuen Buchvertrag in der Hand.  Meine Freude darüber war jedoch nicht ganz ungetrübt. Denn das Manuskript sollte bereits Ende September fertig sein.

 

 

 

 

Das Cover meines neuen Buchs, das voraussichtlich im Mai 2021 erscheinen wird. Genial einfach und einfach genial. Finde ich wenigstens.

Schaffe ich das? Plötzlich stand ich auf der Bremse. Kam nicht voran, konnte mich nicht aufraffen.

Ich musste also erst mal mit meinem eigenen Saboteur klären, warum ich auf einmal so blockiert war, musste mich mit meinem Kritiker auseinandersetzen („das andere Buch war aber viel besser“) und mich immer wieder neu motivieren. Die ganzen Themen, die im Buch vorkamen (Gefühl, nicht gut genug zu sein, Umgang mit dem Kritiker, Ins Tun kommen, Angst vor Erfolg) kamen auch bei mir vor.

Eine wunderbare Chance, gleich mal zu testen, wie wirksam meine Strategien waren. Sie waren zumindest wirksam genug, dass ich mein Manuskript termingerecht bis Ende September abgeben konnte. Jetzt hoffe ich sehr, dass die Korrekturen von meiner Lektorin nicht zu aufwändig werden und das Buch dann wie geplant nächstes Jahr im Mai erscheinen kann. Eine Vorschau dazu gibt es bereits im dtv zu sehen.

Ich freue mich schon darauf, wieder ein neues Werk von mir in den Händen zu halten und ich bin stolz darauf, dass ich es Saboteur und Kritiker zum Trotz auch diesmal geschafft habe. Dies war sicher einer der ganz großen Erfolge im Jahr 2020.

  

Hey, Leute, ich bin im FOCUS – Februar 2020

 

An dem Tag, den es eigentlich gar nicht gibt, ereignete sich einer meiner Lieblings-Erfolge für 2020. Eigentlich gehört dieses Erfolgserlebnis noch ins Jahr 2019, denn bereits im November hatte mich eine Journalistin vom Focus-Magazin kontaktiert, ob ich ihr ein Interview zum kleinen Saboteur geben möchte. Und ob ich das wollte! Durch Corona und andere wichtige politische Themen hatte sich das Erscheinen des Artikels etwas verzögert, aber am 29. Februar war es dann soweit. Das Heft erschien: „Neustart für die Seele“. Hier gibt es sogar den ganzen Artikel zu lesen

Ich konnte richtig sehen, wie innerhalb einer Woche die Verkaufszahlen meines Buchs nach oben geschnellt sind, meine Website wurde immer häufiger besucht und es kamen nicht nur Anfragen von Neukunden, sondern alte Bekannte meldeten sich, die mich im Focus gelesen hatten und mir zu diesem tollen Beitrag gratulierten. Mann, war ich stolz!

 

 

Mein Interview im Focus-Magazin. Und das Buch ist auch erwähnt.

 

Über das Jahr verteilt durfte ich außerdem noch ein Interview für „Brigitte Woman“ geben, schrieb einen Artikel fürs „Healthstyle“-Magazin und wurde für „ma vie“ interviewt.

Da mein Buch nun auch in Italien erschienen war, erreichten mich zudem von dort mehrere Interview-Anfragen. Witzigerweise ging es bei den italienischen Interview-Anfragen so gut wie nie um mein eigentliches Thema Selbstsabotage, sondern eher um solche bedeutenden Fragen wie „Was sagen Sie als Expertin dazu: ist eine Freundschaft zwischen Ex und Next möglich?“ Und auch wenn es nichts mit meinem Schwerpunkt zu tun hatte, hat es mir eine Menge Spaß gemacht, diese Fragen zu beantworten.

So langsam wachse ich nun doch immer mehr in meine Expertenrolle hinein.

Welche Wohnung darfs denn sein? – Unsere Suche nach einem Zuhause

 

Noch einen weiteren großen Wunsch hatte ich für das neue Jahr gefasst: ich wollte eine Wohnung in Südfrankreich besitzen. Unklar war nur, ob es der Hauptwohnsitz werden sollte oder eher eine kleine Ferienwohnung. Monatelang sind wir hin- und hergeeiert. Haben diskutiert, ob wir ganz in Frankreich bleiben, oder lieber zwischen Deutschland und Frankreich hin- und herpendeln wollen. Haben Wohnungsanzeigen gesichtet, Makler kontaktiert und Besichtigungstermine ausgemacht.

Völlig hingerissen war ich, als wir im Februar mehrere Wohnungen in Theoule angeschaut hatten. Dieses kleine Örtchen, das zwar nur 1500 Einwohner hat, dafür aber stolze vier Jachthäfen vorweisen kann, liegt wunderschön. Die roten Felsen des Esterell-Gebirges, die bis zum tiefblauen Meer reichen, die Wälder, bunten Blumen und dazwischen die kleinen Häuschen sind einfach traumhaft anzuschauen.

 

 

Theoule ist wirklich malerisch und die Natur einfach atemberaubend.

 

Ich habe mich dort wie ein Millionär gefühlt und konnte richtig sehen, wie ich einmal dort wohnen und ein kleines Motorboot besitzen werde. Wir hatten sogar eine bezahlbare Wohnung gefunden, die uns gut gefallen hatte und überlegten gerade, ob sie uns groß genug wäre und wie wir die Finanzierung leisten würden, als sich etwas ereignete, das uns all unsere Pläne noch einmal überdenken ließ.

Und dann kam Corona: Lockdown in Frankreich – März bis Mai 2020

 

Ich erinnere mich noch zu gut an diesen Tag: es war der 8. März, mein Geburtstag. Ich ging am Meer spazieren, begegnete einer Kolonne von Fahrradfahrern, die laut „Happy Birthday“ sangen und habe mich über diesen Zufall so richtig von Herzen gefreut. Lange habe ich am Meer gesessen, vor mich hingeträumt, auf das vergangene Lebensjahr zurückgeblickt und mich auf das kommende Jahr gefreut.

Corona war schon ein Thema im Hinterkopf, aber es schien noch so weit weg. Wenige Tage später wurden die Grenzen nach Deutschland geschlossen und am 17. März herrschte plötzlich Ausgangssperre. Wir durften nur noch mit einer Bescheinigung nach draußen und auch nur für ganz spezielle Ausnahme-Fälle.

 

Wenn schon Lockdown, dann haben wir uns zumindest den besten Ort dafür ausgesucht. Mit den wunderschönen Außenanlagen und Pool lässt es sich gut leben.

 

So plötzlich kamen diese Einschränkungen, dass ich mich erst einmal akklimatisieren musste. Zum Glück hatten wir ein wunderschönes Grundstück mit viel Platz, so dass ich mir nicht so stark eingesperrt vorkam, aber ich vermisste es, am Meer zu sein.

Und merkte plötzlich auch, wie fremd mir doch die französische Bürokratie war und dass es doch etwas ganz anderes ist, in seinem eigenen Land oder in einem fremden Land zu sein. Plötzlich fühlte ich mich unsicher. Hatte ich alle nötigen Infos? Übersehe ich etwas? Was ist, wenn ich krank werde und ins Krankenhaus muss? Zum Glück hat mir eine geniale Seite von einer Deutschen in Frankreich immer die wichtigsten Infos gegeben.

Wir haben alle Herausforderungen sehr gut gemeistert, trotz Confinement (wie es in Frankreich heißt), klappte alles gut. Wir fanden ein Geschäft, das uns die Lebensmittel bis ans Grundstückstor lieferte, so dass wir uns nicht mit leeren Regalen und vollen Geschäften auseinandersetzen mussten. Wir begannen, unsere Brötchen selbst zu backen (was uns zuletzt so gut gelang, dass unsere selbstgebackenen Brötchen uns viel besser schmecken als die vom Bäcker) und fanden immer mehr Möglichkeiten, mit den Einschränkungen umzugehen und dabei dennoch glücklich und zufrieden zu sein.

 

Corona machts möglich: unsere selbstgebackenen Brötchen. Gar nicht schlecht, oder?

Auch mein Business veränderte sich. Da ich von Anfang an rein online coache, gab es kaum Einschränkungen, sondern im Gegenteil: Die Nachfrage wuchs.

Ich glaube, dass Corona viel dazu beigetragen hatte, dass Coaching über Video plötzlich gar nicht mehr so ungewöhnlich war. Plötzlich kannte sich jeder mit Zoom aus und mein Angebot wurde immer öfter angefragt. Corona hat mir in diesem Bereich ganz viel Klarheit gebracht: ich habe die richtigen Entscheidungen getroffen und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt.

Nun könnte man sagen, Corona hat mir nur Gutes gebracht, aber das stimmt nicht. Ein großer Lebenstraum, auf den ich über drei Jahre hingearbeitet habe, ist kaputt gegangen. Der Traum, in Frankreich zu leben.

 

Frankreich? Deutschland? Oder beides?

 

Seit 2015 hatte ich davon geträumt,  nach Frankreich umzuziehen und in Antibes, der für mich schönsten Stadt der Welt, zu leben. Ich habe meine Oberarztstelle an der Uni auslaufen lassen, französisch gelernt, ein finanzielles Polster gebildet, mein Online-Business gegründet. Dann war es im April 2019 soweit und wir durften traumhaft schöne anderthalb Jahre in meiner Traumstadt leben. Wenn ich morgens auf die Terrasse trat, die Möwen hörte, die milde und meerfeuchte Luft einatmete und das Meer vor mir glitzern sah, war ich unbeschreiblich glücklich.

Aber das Glück war nicht von Dauer, mein Mann wurde nicht ganz heimisch dort und auch ich war so manches mal von der französischen Bürokratie … sagen wir mal … irritiert. Spätestens durch Corona wurde uns beiden klar, dass wir uns in Deutschland sicherer fühlen mit unserer eigenen Kultur und der eigenen Sprache.  Mein Traum, auf den ich drei Jahre hingearbeitet und den ich über ein Jahr gelebt habe, schien vor meinen Augen in sich zu zerfallen.

Ich bin ein Mensch, der Träume leben will und der fest davon überzeugt ist, dass alles möglich ist, wenn man es sich nur sehr intensiv wünscht. Doch was, wenn ich mit meinem Mann in Frankreich leben will, der aber in Deutschland leben will?

Wir fanden auch dafür eine Lösung und unser neues Projekt hieß „Leben in zwei Welten“. Unsere Hauptwohnung in Deutschland, eine kleinere Ferienwohnung in Frankreich und immer, wenn mich die Sehnsucht nach dem Meer packt, verbringe ich hier Zeit.

Ich liebe Pläne und in meinem Kopf entstand auch gleich schon ein Plan, zu welcher Jahreszeit es wo am schönsten ist. Also starteten wir nach dem Lockdown wieder mit Wohnungssuche, diesmal aber nach einer kleineren Wohnung, die besser in unser Budget passte. Und wir wurden fündig. Eine schnuckelige kleine Ferienwohnung mit Meerblick in Theoule.

 

Wird das vielleicht unser neues Zuhause?

Die überstürzte Abreise aus Frankreich – August 2020

 

Noch bevor wir den Vertrag festklopfen konnten, stiegen langsam die Coronazahlen wieder. Ursprünglich hatten wir geplant, bis Oktober in Frankreich zu bleiben und für die Wintermonate nach Deutschland zu gehen. Mit den zunehmenden Fallzahlen war es aber unklar, ob nicht wieder ein zweiter Lockdown unsere Umzugspläne umwerfen könnte. Daher entschlossen wir uns sehr spontan, noch im August umzuziehen.

Innerhalb von 14 Tagen hatten wir unsere möblierte Wohnung in Frankreich gekündigt, unsere Koffer gepackt, einen Mietwagen organisiert. Immer in der Sorge, es könnte kurzfristig irgendetwas schiefgehen.

 

Die letzten Sachen müssen noch ins Auto, dann ist die Wohnung geräumt. 

Zum Glück lief alles nach Plan. Mit Mühe und Not haben wir alle Besitztümer im Auto unterbekommen (einen Teil hatten wir zuvor verschenkt), hatten die Wohnung übergeben und waren unterwegs zurück nach Deutschland. Übrigens gerade noch rechtzeitig. Zwei Wochen nachdem wir Antibes verlassen hatten, wurde die Region dort zum Risikogebiet erklärt.

Online-Kongress „Gesunde Psyche“ – August 2020

 

Mitten in unseren Umzugssprint platzte noch ein anderes wichtiges Event: der Gesunde-Psyche-Kongress fand statt, an dem ich auch beteiligt war.

Der Veranstalter hatte mich kontaktiert und um ein Interview gebeten. Die Auswirkungen, die der Kongress für mich haben würde, hatte ich dabei total unterschätzt:

Innerhalb eines Tages wurde mein Interview über 2000 mal komplett angesehen, die Besucherzahlen auf meiner Website schnellten nach oben, und ich erhielt mehrere Anfragen für Kennenlerngespräche. Richtig genial!

Dass diese Anfragen genau in der letzten Woche vor dem Umzug kamen und ich beim ersten Kontakt in einer halb leeren Wohnung saß, war zwar stressig, aber gleichzeitig auch lustig.

Der lange Weg zurück – September bis November 2020

Zwischen Antibes und Lohr liegen etwa 900km Luftlinie. Zu fahren waren es 1200km. Man könnte meinen, dass es eine lange Reise war, aber sie verlief (bis auf einen Kratzer, den ich gleich mal am Anfang in den Mietwagen gefahren hatte) recht unspektakulär.

Wir kamen an einem heißen Sommertag an und wurden von meinen Eltern ganz herzlich empfangen. Eigentlich hatte ich gedacht, dass nun damit das Kapitel Frankreich erledigt wäre, aber ich hatte mich geirrt. Denn nun schloss sich eine kleine Ämter-Odyssee an.

Naiverweise war ich davon ausgegangen, dass es nur ein Kündigungsschreiben bräuchte, um mein Microentreprise zu beenden und bestehende Verträge zu kündigen. Weit gefehlt. Bis November hinein war ich damit beschäftigt, meine Krankenversicherung in Frankreich zu beenden. Dies war aber erst möglich, wenn auch meine Geschäftstätigkeit gelöscht war. Um das zu bewerkstelligen, musste ich ein bestimmtes Formular ausfüllen und an eine bestimmte Adresse schicken.

Nur: irgendwie wusste keiner so genau, welches Formular an welche Adresse. Ich kam mir vor wie Asterix, der Passierschein A38 beibringen sollte. Bei der Post war ich mittlerweile ein (mehr oder weniger) gern gesehener Gast, da ich ständig mit Einschreiben nach Frankreich ankam. Und immer wieder kam die Rückmeldung, dass ich entweder das falsche Formular, oder die falsche Adresse (oder beides) hatte. Zum Glück hat mich Ute Pantel, die mir auch bei der Gründung des Microentreprise geholfen hat, tatkräftig unterstützt.

Nach zwei Monaten (und einer gefühlten Ewigkeit) war es endlich soweit: Mein kleines Unternehmen in Frankreich wurde am 30.10. rückwirkend für Ende August beendet. Nun war endlich auch die Abmeldung aus der Krankenkasse möglich. Geschafft!

Coaching, Coaching, Coaching

Zum Glück lief es an anderer Stelle viel einfacher als gedacht: Immer mehr Kunden fanden den Weg zu mir. Das lag sicher auch an meinen Online-Kongressen und an den Artikeln in wichtigen Zeitschriften. Und auch über das Buch kamen viele neue Kunden.

Im Laufe das Jahres habe ich so viele schöne Stunden mit meinen Klienten verbracht, Fortschritte gefeiert, Blockaden gelöst, neue Wege gefunden, wenn es einmal nicht voranzugehen schien. Ganz besonders habe ich es geliebt, mit Hilfe von Imaginationsübungen den Kontakt zu dem inneren Kind herzustellen. Es ist jedes Mal aufs Neue berührend, dabei zu sein, wie sich plötzlich etwas löst, wie Tränen fließen und eine alte Wunde heilen darf.

 

 

Die Teetasse darf beim Coaching nicht fehlen.

Hatte ich mein Business zunächst mit Selbstlernkursen und später einem Online-Gruppenkurs begonnen, so wurde mir im Lauf der Zeit klar, dass ich am liebsten Einzelcoaching mache.

Mein Angebot hat sich daher über das laufende Jahr verändert, der Schwerpunkt liegt nun klar auf dem Einzelcoaching. Ich habe mehrere Coaching-Pakete geschnürt und biete sogar ein Jahresabo an. Hier gibt es einen Überblick über meine Coaching-Angebote.

 

Ich mach nur noch, was ich will

Durch die steigende Nachfrage hatte sich in mir etwas verändert, dass ich erst nach und nach realisierte: Mein Angsthase hatte sich verabschiedet. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich meinen kleinen selbstgehäkelten Hasen immer noch nicht ausgepackt habe 😉

Auf jeden Fall hatte ich schon seit Monaten keine Zukunftssorgen mehr.

Angsthase trifft Osterhase

Das graue Häschen rechts hat mich nach Frankreich und wieder zurück begleitet. Ich nehme es immer in die Hand, wenn ich mich vor etwas fürchte.
Seit September habe ich es kein einziges Mal in der Hand gehabt, ich glaub, es ist immer noch irgendwo eingepackt.

Es ist immer gut für dich gesorgt“ – dieser Satz ist mir im Sommer ganz plötzlich zugeflogen. Damals konnte ich ihn noch nicht ganz wahr-nehmen, aber jeden Tag ein bisschen mehr spüre ich, dass es tatsächlich so ist: immer, wenn ein Coaching zu Ende geht, kommt kurz darauf eine neue Anfrage. Und so habe ich nach und nach gelernt, zu vertrauen. Egal was kommt, es wird gut!

Dieser Satz begleitet mich seitdem. Ich nutze ihn als Affirmation. Und habe es dadurch geschafft, meine ständigen Sorgen loszulassen.

Ich habe nun auch damit angefangen, ungeliebte Tätigkeiten (die man als Selbständige halt so machen muss, um erfolgreich zu sein) auf das Minimum zu reduzieren und darauf zu vertrauen, dass dennoch immer genug Kunden kommen werden. Selbst wenn ich nicht ständig auf Facebook bin. Selbst wenn ich nicht auf Teufel komm raus netzwerke oder sonstige Marketingmaßnahmen ergreife. Und: es funktioniert.

Mein Fazit für 2020

 

Wie uns alle hat dieses Jahr mich vor so manche Herausforderung gestellt. Im Jahresrückblick kann ich erkennen, wie viel ich im Verlauf des Jahres losgelassen habe: Meine Auswanderungsträume, einige meiner Business-Pläne, einige Gegenstände im Rahmen unseres Umzugs, unsere Mietwohnung mit dem traumhaften Blick aufs Meer. Aber ich bin auch meine Zukunftssorgen losgeworden.

Durch das Loslassen hatte ich plötzlich die Hände frei für neue Dinge. Ich bin innerlich gewachsen und mein Business mit mir. Ich habe mich Schwierigkeiten gemeistert und Meilensteine gefeiert.

Es war trotz allem ein richtig gutes Jahr!

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