Auch Irrwege erhöhen die Ortskenntnis

Bei diesem wunderschönen Sommerwetter war ich gestern lange und ausgiebig spazieren. Ich wollte neue Wege entdecken, um neue Ideen und Inspirationen zu bekommen.

Gleich mehrmals ist es mir passiert, dass der Weg, der anfangs breit angelegt war, plötzlich zu einem Privatweg wurde oder in eine Sackgasse führte. Erst einmal habe ich mich geärgert, dass ich den ganzen Weg wieder zurück musste.

Dann aber kam mir der Gedanke, dass es ja trotzdem ein neuer Weg war, den ich ausprobiert hatte, auch wenn er irgendwann nicht mehr weiterging.

Genau so geht es uns ja auch im Leben: Irgendwann merken wir, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, nicht zum Ziel führt und wir eine Kursänderung vornehmen müssen.

Ärgerlich. Aber zumindest wissen wir nun: dieser Weg bringt uns nicht weiter, den brauche ich beim nächsten Mal nicht einschlagen. Und ich habe den Weg, bzw das unterwegs sein genossen, habe viel Neues gesehen und erfahren, auch wenn ich dadurch nicht an mein ursprüngliches Ziel gekommen bin.

Unter diesem Aspekt betrachtet, bin ich mit den Irrwegen in meinem Leben versöhnt und habe nun hoffentlich weniger Angst vor falschen Entscheidungen. Auch wenn ich vielleicht nicht dadurch ans ursprüngliche Ziel komme, mehr Ortskenntnis und mehr Lebenserfahrung gewinne ich dadurch allemal.

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