Wenn Sie mich schon ein bisschen kennen, habe ich Ihnen ganz sicher schon davon erzählt, dass ich 2015 die Idee hatte nach Frankreich auszuwandern und es dann 2019 wahrgemacht habe. Doch was war in der Zeit dazwischen? Was hat sich in den vier Jahren ereignet bis aus der Idee Wirklichkeit wurde?

Diese Zeit war gar nicht so einfach. Mein Herz war schon längst drüben in Antibes, aber der Rest meines Körpers war noch im deutschen Alltagsleben, in der gewohnten Umgebung und in jeder Menge Zweifel festgesteckt.

Würde ich es überhaupt schaffen? Gebe ich nicht zu viel hier auf? Was, wenn ich es bereue?

 

In dieser Zeit habe ich einen Trick angewandt, der mir schon oft geholfen habe: ich habe meine Zukunft vorweggenommen. Ganz oft habe ich mich nach Antibes geträumt: ich habe mir vorgestellt, wie ich am Meer sitze. Die Bilder waren so intensiv, dass ich förmlich die Sonne auf meiner Haut spüren konnte und das Lachen der Möwen in den Ohren klang. Ich sah mich, wie ich meiner Vermieterin den Schlüssel für unsere Wohnung in die Hand drückte und dann zusammen mit meinem Mann in einem vollbepackten Auto Richtung Sonnenuntergang – bzw. Richtung Südfrankreich – davonfuhr. Ich stellte mir vor, wie ich in der belebten Innenstadt von Antibes sitze und die leckerste Calzone der Welt genieße.

Aus diesen Träumen bin ich immer wieder mit einem Jubeln im Herz und gleichzeitig einer Wehmut aufgetaucht. Wehmut darüber, dass es noch ein kleines bisschen dauert, bis ich in mein neues Leben aufbrechen kann. Zunächst sollten noch ein finanzielles Polster angespart und meine Sprachkenntnisse verbessert werden.

Tief in mir jedoch begann sich etwas zu verändern: Durch die wiederholten Zukunftsträume wuchs meine Sehnsucht. Bis mir irgendwann klar wurde:

Wenn ich das jetzt nicht mache, werde ich es im Alter bereuen. Egal, was passiert, egal, wie es ausgeht, ich muss es zumindest versuchen.

 

Und das war die Kraft, die ich gebracht hatte, um eine so große Umwälzung in meinem Leben zuzulassen. Diese Klarheit, es später zu bereuen, wenn ich es nicht tue. Sie hat mir geholfen, alle Schwierigkeiten, alle Zweifel und alle Entmutigungen auf dem Weg zu überwinden und meinen Traum wahr zu machen.

Wie Sie wahrscheinlich mitbekommen haben, bin ich aktuell erst mal wieder in Deutschland. Doch während die Coronazahlen nur langsam besser werden, habe ich schon wieder mit dem Träumen begonnen. Von Meer, Möwenschreien, von einer eigenen kleinen Wohnung an der Côte d’Azur, die ganz bald schon Wirklichkeit werden wird. Von spontanen Reisen ans Meer, sobald ich mich danach sehne und der Freiheit, immer dort zu sein, wo mein Herz gerade schlägt.

Bald ist es soweit und bis dahin habe ich meine Träume.

 

Wagen auch Sie, wieder zu träumen. Gerade wenn Sie eine große Veränderung in Ihrem Leben planen. Träume geben Ihnen Kraft und den Mut, etwas ganz Neues zu beginnen.

 

 

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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