Heute bin ich in einer ganz besonderen Stimmung aufgewacht. So ein bisschen “Jetzt ist das neue Jahr da… und jetzt?” Als würde mein Gehirn ständig nach was neuem Besonderen suchen – ist ja auch so, denn Dopamin (das Hormon, das bei Neuem ausgeschüttet wird), fühlt sich einfach gut an und wir wollen mehr davon.

Das kann es aber doch auch nicht sein, oder? Immer weiter, immer mehr. Nie ankommen. Nie lange verweilen.

Mit diesen Gedanken bin ich aufgestanden, habe die Rollläden hochgefahren und stand vor einem wunderschönen Sonnenaufgang. Zarte rote und rosa Streifen am Himmel, ein paar Vögel zogen ihre Bahnen, in den Tälern zarter Nebel. Einfach zauberhaft.

In diesem Moment kam ein ganz neuer Gedanke “Wir sollten das, was wir schon kennen, nicht immer so alltäglich sehen. Nicht als bekannt voraussetzen, sondern uns immer wieder ganz neu darauf einlassen. Wie ein Kind, dass das zum allerersten Mal erlebt.

Sei es der Sonnenaufgang. Sei es das Zwitschern der Vögel. Das warme Wasser beim Duschen. Der erste Schluck vom Tee (oder Kaffee). Die erste Umarmung des Tages. Der erste tiefe Atemzug der noch ganz frischen Morgenluft.

So viele erste Male! Jede Menge Dopamin. Aber neben diesem freudigen, begeisterten Glück, entsteht in mir noch etwas ganz anderes: ein ganz stilles Glück, das so leise und leicht ist, dass ich mich kaum bewegen möchte, um es nicht zu verlieren: Die Dankbarkeit, dass ich all dies erfahren darf. Und eine ganz leise Ahnung davon, was im Leben wirklich zählt.

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

Bestellen Sie hier meinen wöchentlichen Newsletter