Ich bin halt ein Pechvogel!

Vorsicht! Was wir über uns selbst denken, entscheidet über unseren Erfolg. Warum das so ist erfahren Sie hier.

Wer bin ich eigentlich? Was macht mich aus? Die eigene Identität gibt uns Halt und Orientierung. Darum will der Saboteur diese unbedingt schützen. Doch was, wenn das Selbstbild durch einen Erfolg gefährdet sein könnte?

Hier erfahren Sie, wie sich Identität entwickelt und wie wir durch ein geändertes Selbstbild aus der Selbstsabotage aussteigen können.

Warum ist die eigene Identität so wichtig?

Die eigene Identität gibt uns Verlässlichkeit und hilft uns, wichtige Lebensentscheidungen zu treffen. 

Wenn unser Selbstbild ins Wanken gerät ist es so, als ob man in einer Wüste ohne Orientierungspunkt umherirrt.  Unsere eigene Identität funktioniert also in etwa wie ein Kompass in unserer Lebenswüste.

Daher ist es enorm wichtig, dass wir nicht vergessen, wer wir sind und was uns so einzigartig macht. Sonst würden unsere Weltsicht und wichtige Entscheidungen jedes Mal über den Haufen werfen, wenn wir neue Erfahrungen machen.

 

Wie bildet sich die eigene Identität?

Zunächst erkläre ich Ihnen, wie überhaupt eine eigene Identität entsteht.

Sie setzt sich aus vielen verschiedenen Einzelteilen zusammen, ähnlich wie bei einem Puzzle oder einem Mosaik.

Einige der Mosaiksteinchen sind besonders groß und prägen bereits das Gesamtbild. Aus diesen lässt sich schon schließen, wie das Bild aussehen wird, selbst wenn noch nicht alle Teilchen vorliegen. Einige andere Steinchen gehören eher zum Hintergrund und untermalen oder betonen das Motiv nur.

Wir sammeln unser ganzes Leben lang Erlebnisse, um daraus unsere Identität zusammenzusetzen.

In unserer Kindheit wissen wir noch  nicht, wie das Bild aussehen soll und versuchen daher, möglichst alle gesammelten Erkenntnisse in das Mosaik einzupassen. Im Lauf des Lebens sortieren wir viel mehr, ob das Identitätssteinchen zu unserem (Selbst)-Bild passt. Falls ja, wird es eingefügt, falls nein, wird es als unbrauchbar verworfen.

Lebenskrisen

Manchmal kommt es vor, dass bestimmte bedeutende Ereignisse dazu führen, dass wir ein Identitäts-Teilchen in der Hand haben, das ganz sicher zu uns und unserem Leben gehört, aber einfach nicht ins Selbstbild passt.

Dann muss manchmal das ganze Bild verworfen und das Mosaik neu begonnen werden. In diesem Moment befinden Sie sich in einer Krise.

Solche Lebenskrisen bieten immer auch die Chance, dass eine ganz neue Identität und somit ein anderer Lebensentwurf entstehen kann, aber das Verwerfen des vorherigen Selbst- und Weltbilds ist enorm schmerzhaft. Das Zusammensetzen eines ganz neuen Bilds führt zudem zu einer längeren Phase der Unsicherheit und Instabilität.

Der Saboteur will diesen Zustand auf jeden Fall vermeiden und tut alles dafür, das ursprüngliche Selbstbild aufrecht zu erhalten.

Welche Erlebnisse tragen zu unserer Identität bei?

Unser ganzes Leben lang sammeln wir Erlebnisse, um sie in unser Selbstbild einzufügen.

Vor allem Aussprüche von anderen, insbesondere von nahen Bezugspersonen tragen viel zu unserem Selbstbild bei, aber auch andere wichtige Erfahrungen in unserer Kindheit. Wie wir mit anderen umgehen und diese mit uns, sorgt dafür dass sich unser Selbstbild immer mehr entwickelt.

Die eigene Identität wird schon in der Kindheit herausgebildet.

Kinder haben viel Phantasie und können zunächst wenig unterscheiden, was wahr ist und was eher unwahrscheinlich ist. Oft spinnen Kinder aus all den Erlebnissen eine Geschichte und verweben diese mit bereits gehörten Geschichten und Märchen. So als ob das Märchen eine Vorlage für das Mosaikbild wäre.

Da Märchen oft Stereotype abbilden, ist auch das in der Kindheit entstandene Selbstbild sehr vereinfacht.

So kann es sein, dass man von sich selbst das Bild des Pechvogels hat, der einfach nie Glück hat.

Oder wir kämpfen ähnlich wie Don Quichotte immer für Gerechtigkeit und dabei eigentlich gegen Windmühlen.

Auf der anderen Seite könnten wir auch davon überzeugt sein, ein Glückskind zu sein, dem die ganze Welt offen steht.

Wie wir unsere Identität kennen lernen können, können Sie in meinem Buch nachlesen.

Hier nur ein kurzer Tipp: Beobachten Sie einmal für mehrere Tage, wie Sie aktuell leben, wie Ihre Umgebung mit Ihnen umgeht, welches Verhalten Sie zeigen und welche Prioritäten Sie setzen. Überlegen Sie anschließend, in welchem Film Sie die Hauptrolle spielen würden, oder welche Märchenfigur ähnliches erlebt hat.

Welche Projekte unser Saboteur stört:

Nun aber zu dem Wichtigsten: Welche Projekte werden vermutlich vom Saboteur gestört werden?

Wir laufen vor allem dann Gefahr, uns selbst zu sabotieren,  wenn das geplante Vorhaben dazu führen könnte, dass wir dadurch einen nicht passenden Mosaikstein erhalten.

Je bedeutender das Vorhaben für uns ist, desto gefährlicher wird der innere Saboteur. Ein kleines, nicht passendes Steinchen kann viel leichter verworfen werden, als eine sehr prägende Erfahrung.

Sehr viel hängt davon ab, ob unser Selbstbild zu dem geplanten Projekt passt.

Wenn wir zum Beispiel davon überzeugt sind, dass wir in Wirklichkeit ein glücklicher, aber finanziell erfolgloser Künstler sind, so könnte der Saboteur unsere Karriere als Manager einer großen Firma verhindern wollen. Sind wir dagegen davon überzeugt, einmal einer der reichsten Menschen Deutschlands zu werden, so sind wir beim gleichen Vorhaben viel weniger anfällig für Selbstsabotage.

 

Was können wir tun, wenn wir ein eher hinderliches Selbstbild haben?

Auch das überzeugendste Identitätsmosaik kann verändert werden, wenn uns das Motiv nicht gefällt. Eine gute Methode ist es z.B. die eigenen Geschichten über sich selbst zu verändern.

Dazu habe ich einen Kurs entwickelt, der Schritt für Schritt erklärt, wie wir prägende Erinnerungen umschreiben und so die eigene Sicht auf uns selbst verändern können.

-> Hier erfahren Sie mehr zu meinem Kurs „Regiseur im Kopf“

Auch Lebenskrisen können dazu führen, dass wir unsere Identität neu erfinden müssen. Dies ist eine sehr wirksame, aber auch schmerzhafte Möglichkeit und der innere Saboteur möchte dies möglichst verhindern.

Wir können aber eine langsame Veränderung herbei führen, indem wir bewusst Erlebnisse sammeln, die sich nicht so einfach in unser aktuelles Selbstbild einfügen lassen.

Wenn Sie immer wieder und immer neue Erlebnisse sammeln, so wird sich nach und nach ein ganz neues Bild ergeben. 

Suchen Sie also gezielt Situationen auf und sprechen Sie gezielt mit den Personen, die Ihnen helfen können, neue Erfahrungen zu machen, und dadurch ein anderes Selbstbild aufzubauen. Je stimmiger das neue Selbstbild zu Ihrem geplanten Vorhaben ist, desto wahrscheinlicher wird Ihr innerer Saboteur Sie gewähren lassen.

Hat Sie dieser Artikel inspiriert?

 
Viel Spaß und ganz viel Erfolg auf dem Weg zu Ihrem perfekten Leben.

Und wenn Sie Unterstützung brauchen: ich bin gern für Sie da und berate Sie.

 

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