Grün vor Neid? - Muss nicht sein

Ich zeige Ihnen hier, wie Sie Ihren Neid als Erfolgsbooster nutzen können.

Ich liege gemütlich auf dem Sofa und stöbere durch Facebook. An einem Post bleibe ich hängen. Eine Netzwerk-Freundin erklärt begeistert, dass sie mit einer bestimmten Technik in gerade mal 100 Tagen schon über 1000 Facebook-Fans gewonnen hat.

1000 Fans! In Gedanken gehe ich zu meiner Facebook-Seite, die nun seit ca. 6 Monaten existiert und aktuell knapp 100 Fans hat.

Aufmerksam lese ich die Kommentare und nehme in mir ein leicht grumpfiges Gefühl wahr. Das kenne es nur zu gut:

Hallo Neid, da bist du ja mal wieder!

 

Im Ranking ganz weit unten

 

Jeder ist es, aber keiner will es zugeben. Gäbe es einen Beliebtheits-Wettbewerb der Gefühle, dann wäre der Neid vermutlich weit abgeschlagen auf den letzten Rängen. Selbst Wut und Trauer werden mehr akzeptiert als Neid.

Zu Unrecht, denn dieses Gefühl kann uns enorm weiterhelfen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen. Aber wir müssen wissen, wie wir damit umgehen.

Denn falsch ausgelebt kann der Neid zu einer ziemlichen Selbstsabotage-Falle werden.

 

Warum ist der Neid so unbeliebt?

 

In der Bibel gehört der Neid zu den Todsünden, war also schon damals verpönt und verboten. Und auch heute geben die wenigsten Menschen zu, dass sie neidisch sind.

Ein Mann, der gerne mit anderen konkurriert würde sich lieber die Zunge abbeißen als zuzugeben, dass er neidisch ist. Denn Neid bedeutet auch, anzuerkennen, dass der andere etwas hat, was er selbst nicht hat, aber erstrebenswert findet.

Seien es materielle Güter, Fähigkeiten, soziale Stellung oder sogar der Beziehungspartner. Menschen können um vieles konkurrieren. Und würden nie zugeben, dass sie jemanden um etwas beneiden. Denn sie befürchten, dass sie dadurch die Überlegenheit des anderen anerkennen und geringer eingestuft werden.

Und auch für Frauen, denen Gemeinschaft oft wichtiger ist als Konkurrenzdenken, ist es nicht so leicht, zuzugeben, dass sie neidisch sind. Denn sie befürchten, dadurch Sympathien zu verlieren oder wichtige Beziehungen zu gefährden.

Überlegen Sie selbst einmal: Würden Sie Ihrer besten Freundin oder einem starken Konkurrenten gegenüber zugeben, dass sie auf sie oder ihn neidisch sind? Was vermuten Sie: Wie würde der andere reagieren?

Und umgekehrt: Haben Sie schon einmal gesagt bekommen, dass jemand auf Sie neidisch ist? Wie haben Sie sich gefühlt? Wie haben Sie reagiert?

 

Doch was passiert, wenn wir unser Gefühl verleugnen?

 

Wie ich oben schon geschrieben habe, kann der Neid zu einer erstklassigen Selbstsabotage-Falle werden. Nämlich dann, wenn wir ihn nicht wahrhaben wollen. Iiiich?! Neidisch?! Worauf denn? Auf diese Person? Niemalsnicht!

Um uns den Neid nicht bewusst zu machen, erklären wir uns selbst, dass es doch gar keinen Grund gibt, neidisch zu sein. Wir suchen (und finden) ganz viele Beweise und Argumente dafür, dass es der anderen Person in ihrer Situation ja gar nicht gut geht. Dass wir dieses Leben ja auf gar keinen Fall haben wollen.

Wenn wir uns selbst davon überzeugt haben, fühlen wir uns tatsächlich nicht mehr neidisch. Und sind wieder zufrieden.

Doch schauen wir einmal genauer hin, was da passiert ist: Das, was uns ursprünglich so erstrebenswert war, dass wir darauf mit Neid reagiert haben, haben wir uns selbst mies gemacht. Wir reden uns ein, das wir das gar nicht haben möchten. Dass zum Beispiel Erfolg nicht erstrebenswert ist.

Und anschließend wundern wir uns, dass wir einfach nicht erfolgreich werden. Kein Wunder, denn unser kleiner Saboteur ist nun überzeugt davon, dass Erfolg schlecht ist und sorgt entsprechend auch dafür, dass wir gar nicht in solch eine Situation kommen.

Dumm gelaufen!

 

Wie können wir also produktiv mit unserem Neid umgehen?

 

1 ) Nutzen Sie Ihren Neid als Wegweiser

Nehmen Sie als erstes den Neid als ein Gefühl wahr, das sein darf. Ja, ich darf neidisch sein. Dadurch bin ich kein schlechterer oder unzufriedener Mensch. Im Gegenteil. Neid zeigt mir ganz deutlich, was ich vom Leben möchte und was ich erstrebenswert finde.

Sehen Sie mal den Neid als einen Kompass: Er zeigt auf das, was wir gerne hätten. Wenn Sie sich also neidisch fühlen, fragen Sie sich: Was davon hätte ich gerne? Und wie kann ich es bekommen?

 

2 ) Lassen Sie sich motivieren

Interessanterweise sind weniger Menschen auf Mark Zuckerberg neidisch als auf die Kollegin oder den Nachbarn. Und das, obwohl Zuckerberg doch so gigantisch reich ist!

Der Grund ist die Distanz: Ein Erfolg wie der von Mark Zuckerberg erscheint uns unerreichbar. Wir finden es unrealistisch, uns mit ihm zu vergleichen.

Im Umkehrschluss heißt das aber: Wenn wir auf jemandem neidisch sind, bedeutet das, dass wir überzeugt sind, dass wir das doch eigentlich auch schaffen könnten. Nehmen Sie daher ihren Neid als Motivator: Ich kann das und darf das auch!

 

3 ) Schauen Sie nicht weg, sondern genau hin

Neid ist so unangenehm, dass wir uns am liebsten gar nicht mit der Person oder ihrer Situation befassen möchten. Aber das ist falsch.

Schauen Sie stattdessen genau hin: Prüfen Sie, wie diese Person dorthin gelangt ist, wo sie nun ist. Dieser Weg ist in der Regel auch für Sie möglich.

Nehmen Sie sich Ihren Neid also zum Anlass, genau zu analysieren, welche Strategien und Techniken Sie sich abschauen möchten.

Gefühle werden leichter, wenn wir sie zulassen

 

Wenn Sie Ihren Neid nicht mehr als einen ungebetenen Gast sehen, der schnell wieder verschwinden muss, werden Sie nicht mehr so sehr darunter leiden, sondern können davon profitieren.

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