Es war einmal ein Mann mit einem klaren Ziel. Munter schritt er aus seinem Weg voran, bis er plötzlich auf ein Hinderniss stieß.

Wie ein großer Berg ballte sich vor ihm eine schwarze Finsternis. Der Mann blieb stehen.

„Mein Weg führt direkt dort hinein. Soll ich es wagen?“

Zaghaft setzte er einen Schritt in die Dunkelheit. Sofort umgab ihn die Schwärze und er konnte nichts mehr sehen. Nach einigen wenigen Schritten kehrte er um.

„Ich will einen anderen Weg  finden“, beschloss er und begann um das finstere Hindernis herum zu gehen.

Aber je länger er lief, umso mehr breitete sich die Dunkelheit aus. Er fand kein Ende. Mehrmals wechselte er die Richtung, doch die Schwärze bewegte sich mit ihm mit und wurde immer größer. Schließlich hatte sie ihn ganz eingeschlossen.

Mutlos setzte sich der Mann auf den Boden. „Ich will warten, bis sich dieser dunkle Nebel von selbst wieder lichtet“ sagte er sich und wartete. Doch es verging Stunde um Stunde und nichts geschah.

Irgendwann wurde ihm klar: „Wenn ich nichts unternehme, dann werde ich hier sterben. Es gibt keinen anderen Weg, ich muss hindurch.“

Verzweifelt stürzte er sich in die Finsternis. Vorsichtig und sehr langsam tastete er sich voran. Immer einen Fuß vor den anderen.

Und plötzlich merkte er, wie der Nebel dünner wurde. Mit jedem Schritt lichtete er sich ein bisschen mehr.

Der Mann stand wieder im Tageslicht. Als er sich umdrehte, um den dunklen Nebel noch einmal zu sehen, stellte er fest, dass dieser verschwunden war, und er konnte seinen Weg fortsetzen.

 

Wo die Angst ist, da geht’s lang

 

Mit unserer Angst ist es genauso wie mit der Dunkelheit im Märchen: Sie wird immer größer, je mehr wir versuchen, uns vor einer beängstigenden Situation zu drücken.

Aber wenn wir unseren ganzen Mut zusammennehmen und durch die Angst hindurchgehen, dann – und nur dann – können wir sie besiegen.

Denn nur durch die Erfahrung, dass wir stärker sind als die Angst, verliert sie ihren Schrecken. Wenn wir dagegen versuchen, der Angst auszuweichen, dann füttern wir sie erst recht und sie wird größer.

 

Wenn Sie also das nächste Mal vor einer Situation stehen, die Sie ängstigt, dann denken Sie an meine Geschichte. Versuchen Sie nicht, sich davor zu drücken, die Situation irgendwie zu umgehen, sondern tasten Sie sich voran.
Mitten durch

Schritt für Schritt

Und Sie werden sehen, dass es mit jedem kleinen Schrittchen ein bisschen besser wird, bis Sie die Angst hinter sich gelassen haben.

Das wünsche ich Ihnen!

 

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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