Als ich kürzlich durch den Wald streifte, war ich mit meinen Gedanken plötzlich im Dezember 2019. Damals war ich den gleichen Weg gegangen, den Kopf voller Ideen, was das nächste Jahr wohl bringen würde.

An Corona hatte ich natürlich damals noch nicht gedacht, eher an mein kleines Business, an Begegnungen und innere und äußere Veränderungen. Damals – vor ca. 10 Monaten – war mir klar: dies wird ein besonderes Jahr.

Plötzlich blieb ich stehen, neugierig geworden. Was habe ich mir denn damals eigentlich vorgenommen, was erwartet und erhofft?

Zum Glück führe ich in meinem Online-Team eine Art elektronisches Tagebuch, daher konnte ich noch mitten im Wald mein Handy nehmen und einmal zurückblättern, auf den 01.01.2020.

Dort fand ich dann folgende Worte:

„Ich möchte in diesem Jahr etwas anders machen als sonst: ich will nicht nach einem Plan leben, sondern mit meinen Wünschen im Herzen in dieses Jahr hineinstolpern. Mit offenen Augen und offenen Händen und die Chance in allem sehen, was mir auf meinem Weg begegnet.
Ich verpflichte mich, ein Jahr lang meine Wünsche im Blick zu behalten und Möglichkeiten, die sich ergeben, anzunehmen. Und darauf zu vertrauen, dass gut für mich gesorgt wird und am Ende meines Jahres meine Wünsche in Erfüllung gegangen sind.“

 

Wow!

Hatte ich das tatsächlich geschrieben? Hätte ich gewusst, was uns dieses Jahr für Herausforderungen erwarten, meine Zeilen hätten nicht passender sein können!

 

Corona macht uns gerade unsere ganzen Pläne zunichte. Immer und immer wieder müssen wir umdisponieren und uns mit der Hilflosigkeit durch steigende Fallzahlen, veränderte Lebensbedingungen und einschränkende Maßnahmen auseinandersetzen.

Vielleicht ist es daher jetzt wirklich die beste Strategie, die Pläne fallen zu lassen und uns eher auf unsere Wünsche zu fokussieren. Nicht zu verbissen an etwas zu hängen, was derzeit nicht durchführbar ist, sondern uns von unserer Sehnsucht leiten lassen und einmal ganz andere zu Wege gehen.

 

Als ich in meinem Jahres-Anfangs-Text weiterblätterte, stellte ich fest, dass viele der Dinge, die ich mir im Januar als Wünsche aufgeschrieben habe, tatsächlich schon in Erfüllung gegangen sind. Manchmal ganz anders als ich erwartet hatte. Doch ich war überrascht, dass allein das ganz planlose Wünschen Dinge vorantreiben kann.

 

Ich wünsche auch Ihnen, dass auch Sie in diesen ganz besonders herausfordernden Zeiten vom Planen ins Wünschen kommen und darauf vertrauen können, dass alles gut werden wird.

 

 

Welche Wünsche tragen Sie schon lange in sich?

Erzählen Sie doch davon in den Kommentaren.

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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