Dienstag ist immer der Tag meines Wochenrückblicks.
Doch diesmal wollte sich keine rechte Freude einstellen angesichts der Erfolge, die ich über die letzten sieben Tage gesammelt habe.

Was war da los?

Da ich mich mittlerweile sehr gut mit meinem inneren Team auskenne, wusste ich zumindest, was ich nun tun konnte:

Spazierengehen.

Spazierengehen hilft mir immer, mir meine inneren Teammitglieder vorzustellen und mit ihnen zu kommunizieren. Und so dauerte es nicht lang, bis ich spüren konnte, wie mein inneres Kind neben mir herlief.

Ich nahm sie an die Hand und fragte sie „Was ist denn los? Warum bist du traurig?“

„Ich darf mich heute nicht freuen“ kam die Antwort. „Die letzten Tage hab ich doch erlebt, dass es ganz vielen Menschen um mich herum schlecht geht. Menschen, die jemanden verloren haben. Und Menschen, die ganz verzweifelt und hoffnungslos sind. Da mag ich mich nicht freuen.“

Ja, das klang einleuchtend. Und gleichzeitig falsch.

„Weißt du,“ sagte ich meinem inneren Kind, „gerade jetzt braucht die Welt Menschen wie dich. Sie braucht die kindliche Begeisterung, die stürmische Freude. Sie braucht Lichter der Hoffnung.

Gefühle sind ansteckend. Trauer, Schmerz, aber auch die Freude. Es ist so wichtig, dass es dich gibt. Dich mit deinem Optimismus, mit deiner Lebendigkeit und mit deiner Liebe. Also versprich mir eins: trau dich, glücklich zu sein, auch wenn die Welt um dich herum gerade dunkel ist.

Gerade weil sie dunkel ist, braucht sie kleine Lichtblicke wie dich. Du kannst die Welt ein bisschen heller machen, ok?“

Lange kam keine Antwort mehr, aber ich spürte, wie die Schwermut in mir weniger wurde und ich mich viel leichter fühlte.

Ganz am Ende meldete sich meine Kleine dann doch nochmal zu Wort:
„Weißt du, was ich gern heute machen würde? – Eine Kerze anzünden und ans Fenster stellen. Für mehr Licht in der Dunkelheit.“

 


Und so haben wir es dann gemacht.

 

 

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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