Vermutlich lag es am Black Friday. Innerhalb eines einzigen Tages hatte ich jede Menge Angebote bekommen, „auf die ich besser nicht verzichten sollte, um beruflich durchzustarten.“

„Wir erhöhten deine Reichweite auf Facebook, Instagram und Co“ hieß es da in einem Angebot. „Wir bringen dich als Speaker auf die ganz großen Bühnen,“ in einem anderen, und „mit diesem Tool steigerst du deine Sichtbarkeit bei Google.“

Noch vor einem Jahr wäre ich vermutlich auf alle drei Züge aufgesprungen. Damals war ich noch recht unsicher, was genau ich tun muss, damit mein kleines Unternehmen erfolgreich wird. Heute mache ich das nicht mehr, denn ich habe etwas gelernt.

Wir Menschen haben eher Angst davor, zu wenig zu tun, als zu viel zu tun. Und so versuchen wir alle möglichen Strategien gleichzeitig, um erfolgreich zu sein und keine Chance zu verpassen.

Nur: in Wirklichkeit verausgaben und verzetteln wir uns allzu oft. Wir verteilen unsere Energie auf viel zu viele Baustellen und sind irgendwann frustriert, weil es nicht klappt.

Es hat erst einmal ganz schön gedauert, bis ich das erkannt habe. Und dann brauchte ich Mut – Mut, ins Ungewisse zu springen, nicht mehr wie ein Eichhörnchen in der Keksfabrik überall aufzutauchen und herumzuwuseln. Mut zur Lücke.

Als ich es dann aber gewagt habe und viele Dinge über Bord geworfen habe, die man „als Selbständige unbedingt tun MUSS“, geschah etwas ganz Besonderes: Ich hatte Zeit! Und die Kunden kamen trotzdem. Das, was ich tat reichte.

 

Ich habe diese Erfahrung nur gemacht, weil ich bewusst auf die Dinge verzichtet habe, die mir keinen Spaß machten und nicht zu meiner Persönlichkeit passten. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie – ganz egal, was Ihre Ziele sind – die gleiche Erfahrung machen mögen. Nämlich die Erfahrung, dass das, was Sie tun, reicht.

Dass Sie reichen!

Das wünsche ich Ihnen.

 

 

 

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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