Was wünsche ich mir den nur zu Weihnachten?

So richtig weiß ich es auch nicht. Es ist schon schwer genug, meine Wünsche gegenüber anderen zu äußern, aber von denen erwarte ich gar nicht so viel. Ihre Anwesenheit und ihre Aufmerksamkeit reichen mir in der Regel völlig. Von mir selbst aber erwarte ich ein ganz besonderes Geschenk.

Da ich nicht weiterweiß, ziehe ich mein inneres Team zu Rate.

„Was würdet ihr mir gern schenken?“, frage ich in die Runde

„Ich schenke dir einen roten Stift“ jubelt der innere Antreiber. Ähm… und wozu kann ich den brauchen? „Na, um ab und zu ein paar Aufgaben zu streichen!“ Ich bin gerührt, denn für meinen Antreiber sind erledigte To-Do-Listen sehr wichtig und es muss ihn viel Überwindung gekostet haben, mir das zuzugestehen. „Danke“, murmele ich.

„Von mir bekommst du einen Videoabend geschenkt“. kräht mein inneres Kind. „Wir schauen das letzte Einhorn an. Mit gaaaanz viel Chips.“ Ich vermute, es ist eher ein Geschenk für sie als für mich, aber gleichzeitig freue ich mich, diesen Abend mit meiner Kleinen zu verbringen.

Nach und nach erzählen mir meine Teammitglieder, was sie sich für mich ausgedacht haben. Ich bin gerührt, fühle mich gesehen und beschenkt.

Zum Schluss bleibt nur noch die Träumerin übrig. „Was schenkst du mir?“, frage ich sie.

„Mein Geschenk muss nicht bis Weihnachten warten“, lächelt sie. „Ich kann es dir gleich geben. Mach das Licht aus.“

Ich tue, wie sie gesagt hat, und sitze im Dunkeln.

Und jetzt?

„Was siehst du?“, fragt sie mich

Ich sehe … nichts. Um mich herum ist alles schwarz.

„Genau!“ Ich kann ihr Lächeln richtig in mir spüren. „Du siehst keine Grenzen mehr. Nichts, was deinen Blick aufhält und auch nichts, was dich ablenkt. An diesem Ort wo alles dunkel ist sind ganz viele Dinge möglich, und du hast die Kraft, sie dir hier zu erträumen.“

So habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich bleibe noch lange in der Dunkelheit sitzen und in meinem Inneren kommt etwas zur Ruhe. Es tut tatsächlich gut, keine Grenzen vor mir zu haben.“

„Danke!“ flüstere ich leise, als ich das Licht wieder anknipse. „Danke für diese ganz besondere Traumzeit.“

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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