“Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe.” Was löst dieser bekannte Satz in Ihnen aus?

Ist es nicht sogar gut, vor dem Beginnen zu überlegen, was alles schieflaufen könnte? Um auf die ganzen Schwierigkeiten vorbereitet zu sein und noch besser planen zu können. Noch mehr Kontrolle über das Tun zu bekommen. Klingt doch super!

Wenn wir aber genauer hinschauen, bemerken wir, dass dahinter vor allem eines steckt: Angst. Angst, zu versagen, Angst, sich zu blamieren und Anlass für hämische Schadenfreude zu geben. Auch Angst, dass wir enttäuscht werden und unsere Träume nicht verwirklichen können.

Diese Angst ist aber kein guter Ratgeber. Denn sie hält uns oft von unseren Zielen ab, und der Drang nach Kontrolle überfordert uns. Wir können zwar einigermaßen überblicken, was die nächsten Wochen und Monate auf uns zukommt. Je weiter wir aber versuchen, in die Zukunft zu blicken, desto mehr Unsicherheit erfahren wir. Und der Fokus auf mögliche (noch gar nicht eingetretene) Probleme verunsichert uns noch mehr.

Als ich meine Selbständigkeit plante (und ich hatte wirkliche viel Zeit, um zu planen) habe ich auch erst einmal ganz viel Aufmerksamkeit auf mögliche Probleme gerichtet und mir viele verschiedene Strategien überlegt. Und dann festgestellt, dass alles ganz anders kam. Etwa 50% meiner Strategien musste ich gar nicht anwenden, weitere 45% waren nutzlos, weil mein Weg plötzlich ganz anders verlief.

Was ich dabei gelernt habe: dem Prozess zu vertrauen und mir selbst. Wenn es soweit ist, dass ein Problem gelöst werden muss, werde ich in der Lage sein, es zu lösen. Ich muss es nicht jetzt schon vorhersehen und jetzt schon lösen. Mir hat das eine enorme Entlastung und Freiheit gebracht und Ihnen hoffentlich auch.

Also: Laufen Sie einfach los und werden Sie zum Wegfinder und nicht zum Gründefinder.

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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