Arthur war schon ganz außer Atem. Die Zunge war trocken. Er hatte Durst. Aber nirgendwo sah er etwas zu trinken, und selbst wenn da Wasser gewesen wäre, so hätte er doch keine Zeit dazu gehabt. Denn die Stufen kamen zu schnell auf ihn zu. Er musste sich konzentrieren. Fast hätte er eine verpasst und wäre gestolpert. Immer schneller und immer schneller schoben sich die Bretter unter seine Füße und es blieb ihm nichts anderes übrig, als sein Tempo anzupassen.

“Ich kann nicht mehr!”, keuchte er verzweifelt. Warum wird das nicht langsamer?!

“Renn nicht so schnell”, hörte er plötzlich eine Stimme in seiner Nähe. Arthur schaute zur Seite und hätte fast eine Stufe verpasst. Auf die Schnelle hatte er nur erkennen können, dass da jemand stand. Von der Stimme her vermutlich ein Mann. “Aber…. ich … muss”, presste er mühsam hervor.

Das ist ein Rad! Du selbst treibst es an. Wenn du langsamer läufst, dreht es sich auch langsamer.”

“Nein, dann werde ich nur rausgeschleudert!”

“Probier es doch wenigstens aus.”

Arthur blieb nichts anderes übrig, denn er spürte, wie sein Herz raste. Lange würde er das Tempo sowieso nicht mehr durchhalten. Ganz vorsichtig reduzierte er das Tempo – und tatsächlich: auch die Stufen kamen nun etwas langsamer auf ihn zu. Es funktionierte!

Immer mehr drosselte Arthur die Geschwindigkeit, bis er fast im Schritttempo angekommen war.

“Nun spring’ ab” befahl ihm die Stimme. Gehorsam sprang Arthur. Doch ein fester Untergrund war ungewohnt, so dass er stürzte und sich auf dem Boden wiederfand. Vor ihm sah er ein riesengroßes Hamsterrad stehen. “Das war es also”, murmelte er. “Kein Wunder, dass ich so fertig war.”

Er drehte sich zu der Person um, die ihm da raus geholfen hatte, und wollte ihr danken. Aber plötzlich wurde alles um ihn herum schwarz. Da war niemand mehr. Stattdessen befand er sich in seinem Bett.

 Ein Traum! Gottseidank!

Als Arthur sich umdrehte, um noch ein bisschen weiter zu schlafen, ratterte etwas in seinem Hinterkopf. Vielleicht war das doch ein Wink seines Unterbewusstseins? Ein Zeichen, dass er es gerade mit der Arbeit übertrieb? Schließlich hatte er ja auch im wachen Zustand immer wieder das Gefühl, dass die Aufgaben immer schneller auf ihn hereinprasselten, und er gar nicht mehr hinterherkam, sie zu erledigen. Vielleicht sollte er auch da bewusst etwas langsamer machen. Keine neuen Aufgaben annehmen, bis die alten erledigt waren und vielleicht sogar das ein oder andere delegieren. 

Mit diesem Gedanken schlief Arthur wieder ein.

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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