Ein alter Mann und sein Enkel saßen in der Klosterküche und schälten Kartoffeln. Der Alte war im kleinen Dorf, in dem er wohnte als wunderlich, aber auch sehr weise bekannt, und viele Menschen kamen, um ihn um Rat zu fragen.

Plötzlich legte der junge Mann sein Küchenmesser beiseite und sagte “Ich mache mir Sorgen um die Zukunft. Was soll nur aus der Welt werden? Was wird schlimmes passieren?”

Der Großvater antwortete nur: “Schäl‘ einfach weiter.”

“Aber mir geht es nicht gut mit dieser Ungewissheit”, klagte der andere.

Nun sah der alte Mann den jungen an und fragte ihn “Was brauchst du gerade am meisten?”

“Ich brauche Trost, Bestärkung, Ermutigung!”

“Und warum tust du gerade das Gegenteil? Komm, hilf mir, die Kartoffeln zu schälen.”

Eine Weile schälten sie ruhig weiter. Irgendwann brach der Alte das Schweigen:

“Unsere Gedanken sind wie ein Messer. Sie können äußerst nützlich sein, aber sie können uns auch vernichten, wenn wir sie falsch verwenden.”

Der Enkel fragte neugierig: “Wie gehst du damit um, wenn dich etwas ängstigt?”

Der weise Alte antwortete nur: “Wenn es die Zukunft ist, die mir Sorgen bereitet, dann suche ich Kraft in der Gegenwart. Und wenn die Gegenwart mir Sorgen bereitet, dann suche ich Kraft in der Zukunft. So einfach ist das.”

Darf’s noch ein bisschen mehr Mut sein?

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